Das Arcade Fire-Mitglied, Owen Pallett, gilt als der Brian Eno des 21. Jahrhunderts: hoch-emotionaler, innovativer, queer funkelnder Zukunftspop.

Sein aktuelles Album ist „IN CONFLICT“.

Wenn Owen Pallett nicht gerade mit Arcade Fire auf der Bühne Geige spielt, Songs für Taylor Swift und den Sample-Mathematiker Caribou arrangiert, oder für einen Oscar nominiert ist (2014 zusammen mit Win Butler für die Musik zu HER), veröffentlicht er flirrende Pop-Alben. Sein jüngstes heißt »In Conflict«, und was Pallett dort aus Geigen- und Klavierloops, Synthesizer und einem offen klagenden Gesang macht, knüpft direkt an die Pop-Innovativen eines Brian Eno an (der auch Synthesizer, Gitarren und Gesang beisteuerte). Nachdem Pallett seine ersten Platten noch unter dem Namen Final Fantasy veröffentlichte und auch inhaltlich seine Person hinter dem Künstler codierte, ist »In Conflict« ein sehr persönliches Album geworden über psychische Krankheiten und die Schwierigkeit, in binären Oppositionen wie queer/straight existieren zu müssen. Auf die Frage, wie seine Sexualität seine Musik beeinflusse, antwortete der brillante Über-Musik-Nachdenker Pallett, dass er seine Hände waschen müsse, bevor er seine Violine anfasse – ansonsten nicht. Das queere Funkeln dieses hoch emotionalen Zukunftspop gibt es nun live auf Kampnagel in Begleitung von Drummer Rob Gordon und Bassist Matt Smith.

Mehr Informationen zu dem Konzert findet ihr hier.

Titelbild: © Ludovic ETIENNE /CC-BY-SA 2.0 (via Wikimedia Commons)